Bürgerinnen und Bürger können ab sofort über das städtische Ereignis-Meldesystem EMSOS unter emsos.osnabrueck.de melden, wo Umlaufsperren zu eng sind, Schäden aufweisen oder die Durchfahrt für Lastenräder, Fahrräder mit Anhängern, Rollstühle oder Kinderwagen erschweren.
Aktuell sind rund 260 Umlaufsperren erfasst; der Datenbestand ist jedoch nicht vollständig. Um eine zügige Priorisierung zu ermöglichen, setzt die Stadt bewusst auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung. „Viele Alltagssituationen lassen sich nur vor Ort beurteilen. Hinweise zu schlecht passierbaren Stellen helfen uns wesentlich, die Standorte zielgerichtet anzugehen“, erläutert der Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen.
Umlaufsperren wurden in der Vergangenheit teilweise unter anderen Rahmenbedingungen errichtet und entsprechen heute nicht immer vollständig den aktuellen Anforderungen an Barrierefreiheit und sicheren Radverkehr. Im Zuge der Mobilitätswende rücken insbesondere die Nutzbarkeit für breite Räder und die Unfallvermeidung stärker in den Fokus.
Die Stadt hat daher ein standardisiertes Verfahren entwickelt, um bestehende Anlagen zu prüfen und – je nach Standort – anzupassen, zu ersetzen oder zurückzubauen. Grundlage sind die geltenden Regelwerke sowie ergänzende Praxistests, die eine rechtssichere und alltagstaugliche Ausführung gewährleisten. Nach der Überprüfung der grünen Hauptwege folgen schrittweise das gesamte Radverkehrsnetz und dann alle verbleibenden Standorte wie beispielsweise Verbindungswege in Wohngebieten.
Die Umsetzung soll ab dem ersten Quartal 2026 beginnen und hängt von den verfügbaren personellen Kapazitäten ab. Nach aktuellem Stand ist für 2026 ein finanzieller Aufwand im mittleren fünfstelligen Bereich zu erwarten. Durch gezielte Anpassungen können jedoch mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz zahlreiche Wege wieder besser nutzbar gemacht werden.
Hinweise zu Umlaufsperren können ab sofort über EMSOS gemeldet werden. Dafür stehen eigens eingerichtete Kategorien zur Verfügung. Die Eingaben fließen in die weitere Priorisierung der Standorte ein.

